Maxim Maurice – sollte man diesen Namen schon einmal gehört haben? Angesichts der Tatsache, dass Deutschland mit nicht allzu vielen bekannten Zauberern aufwarten kann: ja. Maxim Maurice gehört zu den Jungtalenten der deutschen Zauberergilde. Sein bürgerlicher Name lautet Philipp Daub. Erst 21 Jahre alt ist der Mann, der die Magie in die Bundesrepublik bringen will. Vor zwei Jahren sorgte er für Aufregung, als er „blind“ in einem Cabrio durch die Innenstadt von Saarlouis fuhr. Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis plant er nun eine ebenso spektakuläre Aufführung: einen Entfesselungsakt in schwindelerregender Höhe. Die großen Vorbilder von Maxim Maurice sind Harry Houdini und Hans Moretti. Ihm ist es wichtig, auf kultureller Ebene etwas zu verändern. Deshalb organisiert er derzeit eine Show, in der ein bunter Mix aus Zauberkunststücken vorgeführt werden soll. „Meeting Point“ nennt sich diese. Auch berühmte andere Zauberer aus aller Welt kamen bereits ins Saarland – auf Einladung von Maxim Maurice. Für sein Engagement und seine Zauberkunst wurde der junge Magier schon mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er im vergangenen Jahr vom Magischen Zirkel Deutschland die Ehrenmedaille. Seit seiner Kindheit widmet sich der Saarländer der Zauberei. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und reist durch die Bundesrepublik und Europa. Seinem großen Vorbild Harry Houdini verdankt er auch die Idee für seine neuste Vorstellung. Maurice wird sich an ein brennendes Seil hängen lassen – kopfüber und gefesselt. Das Seil wird in die Höhe von 25 Metern gezogen. Es brennt am oberen Ende. Höchstens drei Minuten Zeit bleiben dem jungen Mann, um sich zu entfesseln, braucht er nur eine halbe Minute länger, so stürzt er in die Tiefe. Dort befindet sich zwar ein Luftkissen, was seinen Sturz polstern würde – jedoch in einem so schwachen Maße, dass es ihm nicht viel nützen würde. Er geht also ein erhebliches Risiko ein. Maxim Maurice betonte in einem Interview, dass es wichtig sei, ein zuverlässiges Team zu haben. In diesem Fall stünden ihm Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis zur Seite.

David Copperfield, Foto von pennstatelive/flickr.com
David Copperfield wurde als Sohn russischer Einwanderer am 16. September 1956 in Metuchen, New Jersey, als David Seth Kotkin geboren. Spätestens seit den 1990er Jahren gilt Copperfield als eine Legende der Magie auf der ganzen Welt.
Die Anfänge seiner magischen Kunst liegen in der Kindheit zurück. Es war ein Ferienlager, wo er die ersten Zaubertricks lernte. Mit 17 spielte Kotkin bereits in dem Musical “The Magic Man” mit. Anfangs nennte er sich noch “Davino”, später übernahm er den Namen aus Charles Dickens´ Roman “David Copperfield”. Bereits in jungen Jahren gewann Copperfield mehrere Preise und Auszeichnungen in den USA.
Zum Fernsehstar wurde der Magier als der Zauberer-Superstar Doug Henning, der als Pionier der fernsehgerechten Zauberkunst galt, Copperfield seine Requisiten übergab und sich aus dem Geschäft zurück zog. In den ersten TV-Shows war Copperfield als Zauberer in inszenierten Spielszenen und Entfesselungskünstler in Tradition von Harry Houdini zu sehen. Als internationaler Medienstar gilt Copperfield spätestens seit 1983, seitdem er in einer spektakulären Live-Show die Freiheitsstatue verschwinden ließ.
In seiner Show verwendete Copperfield zeitgenössischen Musik und spielte auf aktuelle Filme an. 1987 war er sogar so angesehen, dass er einen Cameo-Auftritt un Michael Jacksons Video “Liberian Girl” bekam. Der Zauberer erkannte schnell, dass er in den Shows auch mit seinem Sex-Appeal glänzen kann. Melancholie und Romantik wurden zu wichtigen Beständen seiner Auftritte. In den 90er Jahren wurde Copperfield auch in Deutschland bekannt. Nicht nur durch die RTL-Kampagne, sondern verbesserte sich sein Image durch die Beziehung mit dem Model Claudia Schiffer.
Heute gilt Copperfield als ein Workaholic. Er gibt jährlich bis zu 500 Shows. Überwiegend werden sie in Las Vegas veranstaltet, wobei Copperfield auch auf Tournees geht. Seine Firma soll über 100 Mio. Dollar jährlichen Umsatz verzeichnen können.
Jeder kann zaubern, das Geheimnis ist, die richtigen Tricks zu kennen. Und weil Zauberer ihre Tricks nur sehr ungern oder gar nicht verraten, ist es gar nicht so einfach, an die richtigen Erklärungen zu kommen, mit denen verblüffende Tricks plötzlich ganz einfach erscheinen.
Einer dieser sehr einfachen aber ungeheuer wirkungsvollen Tricks ist das sogenannte Palmieren. Darunter versteht man im Allgemeinen das unbemerkte Verstecken von Dingen wie einer Spielkarte oder einer Münze in der Hand des Zauberers, das Wort leitet sich vom englischen Wort ‘palm’, also Handinnenfläche, ab. Beim Palmieren gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Gegenstand gewechselt werden können.
Beim klassischen Palmieren einer Karte wird diese zwischen dem Daumenballen und den Fingerspitzen eingeklemmt und so festgehalten. Dabei kann sich die Karte gerne nach innen biegen, so ist die Chance dass sie entdeckt wird, noch geringer. Von außen sehen die Zuschauer die KArte nicht, weil diese komplett von der Handfläche verdeckt wird. Der Daumen wird zum Festhakten der Karte nicht benötigt, kann also zur Ablenkung des Publikums eingesetzt werden. Beachtet werden muss aber, dass die vier Finger eng aneinander liegen, damit die Karte nicht durch die Lücken zu sehen ist.
Den Vorgang, die Karte unbemerkt aufzunehmen, sollte man vor dem Spiegel einüben. Eine Faustregel dabei ist, dass es nicht um Geschwindigkeit sonder um Unauffälligkeit geht. Hektische und schnelle Bewegungen wirken eher verdächtig als dass sie das Geschehen vertuschen, eine möglichst große Belanglosigkeit in den Bewegungen wird unverdächtig.
Der Trick kann auch als sogenannter back palm durchgeführt werden. Dabe wird die Karte auf dem Handrücken versteckt, so kann den Zuschauern eine leere Handfläche präsentiert werden.

Zaubertrick, Quelle: A.Dreher / pixelio.de
Das Zaubern will geübt sein. Wer als angehender Magier sein Publikum begeistern und sprichwörtlich verzaubern will, der muss genügend Geduld mitbringen, um ein paar Tricks einzustudieren.
Mit kleinen Hilfsmitteln, wie 1-Euro Münzen, auf jeder Seite eine Zahl, mit denen man nur gewinnen kann, gibt es beispielsweise auch eine extra angefertigte Streichholzschachtel, um für das gewünschte Staunen zu sorgen. Die nimmt man aus der Hosentasche und legt sie sich auf die flache Handfläche. Natürlich muss das Publikum nun wissen, dass es sich hier nicht einfach um eine normale, sondern eine ganz außergewöhnliche Streichholzschachtel handelt. Im gleichen Moment wird sich die Schachtel von selbst umdrehen. Da es sich auch nicht um normale Streichhölzer handelt, sondern um ganz besondere, öffnet sich die Lade der Streichholzschachtel langsam. Wenn das das Publikum noch nicht genug erstaunt, werden die Worte “abracadabra” gesprochen und ein Streichholz springt aus der Schachtel, um dann darauf zu stehen.
Natürlich gibt es auch Zauberbedarf zum Selbermachen. Für die Affenschaukel benötigt man z.B. ein schwarzes Tuch und eine Leiste von etwa 30 cm, die mit einem silbernem Glitzerstreifen verziert ist. Senkrecht werden dadurch drei Seile fest verknotet, wobei sich auf dem letzten zusätzlich noch ein Tuch befindet. Das soll nun von der rechten auf die linke Seite “gezaubert” werden. Lässt man die Leiste kurz hinter dem Rücken verschwinden, und zeigt sie danach mit dem Tuch auf dem linken Seil, kann das ein Publikum aber noch kaum überzeugen. Es wird behauptet werden, dass jeder hinter einer kleinen Drehung hinter dem Rücken, dass Tuch zur anderen Seite “zaubern” könne. Die ganz Vorlauten unter ihnen, verlangen dann vielleicht, dass das Tuch auch auf das mittlere Seil gezaubert werden soll, mit dem scheinbar einfachen Trick, den der Zauberer vorgemacht hat. Doch keine Angst! Wenn man die Leiste locker in der Hand hält und kurz an den Stellen zieht, springt das Tuch ganz deutlich sichtbar in die Mitte um, ohne Abdeckung oder sonstiges.
Auch gibt es Schwammbälle, die -zuvor ca. 5 cm groß, in der geschlossenen Faust wie von Zauberhand zu einem doppelt so großen Ball anwachsen!
Nimmt man eine Flasche zur Hand, schenkt man aus dieser etwas in ein Glas ein. Doch das Wichtigste für das neugierige Publikum nicht vergessen! Das Glas kann dabei ruhig losgelassen werden, da es von allein in der Luft schwebt. Die entsprechenden Hilfsmittel erhält man in einem Zauberladen. Nach Auffüllen das Glases, einfach alles wieder auf den Tisch stellen, als wäre alles wie gewöhnlich und die Illusion ist perfekt!