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duke Nukem, Quelle: Despotes_Flickr

Duke Nukem ist eine Legende. Zumindest unter den Computerspielen. 1991 und 1993 erschien der Held erstmals in zweier Jump´n´Run-Spiele. Damals war Duke Nukem auf der Suche nach einer Prinzessin, die er retten sollte. Fast 20 Jahre später kommt Duke nach 15 jährigem Verschwinden wieder an die Oberfläche und wird von seinen Fans trotz Mängel gefeiert.

Bereits für den dritten Teil versetzte man Duke Nukem ein Styling Up-grade. Sein Aussehen wurde an die späten achtziger, die frühen neunziger Jahre angepasst. Duke war nun muskelbepackt und ähnelte allen anderen Hollywood-Actionhelden. Das Spiel “Duke Nukem 3D” bot seinen Fans 1996 Einiges! Spektakulär waren die Erneuerungen, die vor 15 Jahren auf den Markt kamen. Spieler konnten zum ersten Mal in der Computerspielgeschichte, nach oben und unten schauen, schräge Oberflächen wechselten sich mit den sonst bekannten senkrechten Wänden ab. Duke Nukem konnte im Jahr 1996 sogar Lichtschalter bedienen und die Beleuchtung verändern. Duke kämpfte damals schon gegen Aliens.

“Duke Nukem Forever” sollte gleich 1998 folgen. Doch dieses scheiterte an einem überspitzten Perfektionismus. Der Entwicklungschef George Broussard war davon besessen ein perfektes und erneut revolutionäres Spiel zu schaffen. 1998 zeigte man auch schon die ersten Szene des neuen Spiels. Doch alles wurde wieder verworfen. Dies wiederholte sich mehrmals. Sobald ein knapp weiter entwickeltes Spiel auf den Markt kam, verhinderte Boussard die Veröffentlichung. Er wollte alle anderen übertrumpfen. Dies ging Jahre lang. Die Spielentwickler mussten auf Grund von Geldmangel kündigen und 2009 kam es zu einer großen Entlassungsserie, als das Geld wirklich alle war.

Nun 2011 erscheint das Spiel von dem Unternehmen Gearbox produziert und programmiert. Ein starker Rückschlag für Boussard und alle anderen, die an dem Spiel gearbeitet haben. Auch die 15 Jahre haben nichts gebracht. Das Spiel ist sicherlich nicht revolutionär und die Ästhetik scheint vor wenigen Jahren hängen geblieben zu sein. Trotzdem die Fans blieben und sind auch über irgendeine Erscheinung glücklich.

 

Putin, Quelle: firdaus omar_Flickr

Wenn man diese Neuerscheinung unter den Computerspielen im aktiven Test beginnt, anzuspielen, dann hat man auf den ersten Blick irgendwie das Gefühl, im falschen Film zu sein. Man könnte das ganze Konstrukt fast für eine geschickte Propagandaaktion des „lupenreinen“ Demokraten, der im russischen Kreml regiert, halten.

Das Browserspiel Voinushka (Voinushka bedeutet im Russischen ungefähr so viel wie „Schießt sie nieder!), welches vom auch in Deutschland bekannten Entwickler Progestar auf den Markt gebracht wurde, zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Protagonisten. Wer die offizielle Website des Spiels besucht, der findet ein kleines Video auf, das unter anderem auch Putin zeigt, wie er in verjüngt, verschlankt und sportlich in macho-mäßiger Positur posiert. Auf Anfrage an den Hersteller, warum Putin auf diese Art und Weise verschönert oder gar verherrlicht wurde, gibt es die einleuchtende Antwort, dass Wladimir Putin eben bei einem großen Teil der jungen Bevölkerung ein großer Volksheld sei und von ihnen so gesehen werde, wie es eben das Bild und der Auftritt im Spiel Voinushka zeigt. Putin werde nicht nur als Politiker, sondern auch als Mensch von vielen Russen sehr verehrt. Insofern sei hier nicht von einer Verherrlichung zu sprechen. Aha. So weit, so gut.

Interessant ist zudem, welche Partnerin dem Volkshelden Wladimir Putin in Voinushka oder einfach „War“ (laut offizieller Website) zur Seite gestellt wird. Dabei handelt es sich nämlich um eine auffallend attraktive, rothaarige Frau, die mit einem Gewähr ausgerüstet ist und in enger Militärkleidung steckt. Von ihrer Erscheinung her mutet sie doch sehr an die Ende Juni letzten Jahres in den Vereinigten Staaten entdeckte russische Spionin Anna Chapman alias Agent00Sex an. Das sei laut offiziellem Verständnis allerdings nur die Sichtweise der Spieler, die Figur würde keinem realen Vorbild nachempfunden sein.

Die Regierungsseite reagierte übrigens verärgert über die Veröffentlichung von Voinushka, das in das russische Facebook-Portal Vkontakte.ru integriert ist, da angeblich der Präsident nicht informiert worden wäre. Wenn es sich dabei nicht mal nicht um eine bewusst gezündete Nebelkerze handelt…