
Melt Festival, Foto von Presleyjesus/flickr.com
Das Melt (offiziell “Melt!”) – zu Deutsch „Schmilz!“ ist ein musikalisches Festival, auf welchem in erster Linie Bands aus dem Bereich der elektronischen Musik und dem Gitarrensounds auftreten. Es besteht seit 1997 in seiner Heimat Ferropolis, der „Stadt aus Eisen“ statt. Im Jahr 2003 zwangen die schlechte wirtschaftliche Lange, eine mangelnde Resonanz bei potentiellen Sponsoren und die schlechten Witterungsverhältnisse aus dem Vorjahr die Veranstalter dazu, das Festival zu pausieren. Nachdem sich die Zeitschrift Intro finanziell engagierte und nach einiger Zeit sogar das vollständige Eigentum am Festival erwarb, fand es seit 2004 unter einem neuartigen Konzept wieder in jährlichem Abstand statt.
Der erste Austragungsort des Melt war noch der Bernsteinsee Velten in Brandenburg, im zweiten Jahr wurde es auch dem Flugplatz Lärz ausgetragen und erst 1999 wählten die Veranstalter das Ferropolis-Gelände bei Gräfenhainchen als Austragungsort. Dabei werden die Besonderheiten der Örtlichkeit auch in das Konzept des Festivals eingebunden, indem beispielsweise die Live-Acts im Freiluftmuseum für den Braunkohletagebau zwischen gigantischen Baggern auftreten. Zentrum ist dabei eine an ein römisches Theater anmutende Arena, die bis 2007 Ort für die Haupttribünen des Melt war, während seitdem die Arena der großen Open-Air-Bühne vorbehalten war. Seitdem befindet sich die zweite große und überdachte Bühne etwas außerhalb. Neben weiteren Bühnen ist die Big-Wheel-Stage eine immer wiederkehrende Konstante des Festivals, auf welcher elektronische Live-Acts unter einem großen Bagger angeordnet performen. Insbesondere in diesem Bereich ist das Festival eher durch eine Club- und Raveatmosphäre gekennzeichnet.
Im Jahr 2008 fand das Melt zum ersten Mal über ein gesamtes Wochenende statt und erreichte mit 20 000 Besuchern nicht nur einen neuen Besucherrekord, sondern auch seine Kapazitätsgrenze. 2009 war das Festival mit den Headlinern Oasis, Bloc Party und Asphex Twin zum ersten Mal in seiner Geschichte ausverkauft und erfreut sich mittlerweile auch zunehmen internationaler Resonanz.