Das Musical hinterm Horizont von Udo Lindenberg zeigt die Wende in Deutschland als eine Art politische Revue und das sowohl mit Action und Drama, als auch mit Slapstick und Emotion. Doch wie

Hinterm Horizont, Foto: oparazzi photos_flickr
funktioniert das?
Das Musicaltheater beginnt mit einem romantischen Duett von einem sich anschmachtenden Pärchen, nichts ungewöhnliches soweit. Doch warum stehen die beiden auf einem riesigen schwarzen Hut? Da fäält es einem wieder ein: ja, das Musical handelt von Udo Lindenberg bzw. seiner Vergangenheit und da darf natürlich auch der Hut nicht fehlen. Er wird während der ganze Show immer wieder eingesetzt, manchmal zum darauf kämpfen, manchmal für eine romantische Kussszene und manchmal hängt er auch einfach nur am Bühnenhimmel, bereits alles unter sich zu begraben.
Udo Lindenberg hatte 1983 bei einem seiner Konzerte im Palast der Republik eine Mädchen kennengelernt, „das Mädchen aus Ostberlin“. Sie wollten einfach nur zusammen sein, es war Liebe auf den ersten Blick. Doch was soll man tun, wenn eine Mauer durchs Land läuft inklusive Todesstreifen. Sie standen alleine gegen Kalte Krieger und Bürokraten, ihre Liebe zum Scheitern verurteilt, ähnlich wie Romeo und Julia.
In Wirklichkeit war es natürlich ein bisschen anders, sie hieß Manuela, nicht wie im Stück Jessy, und Lindenberg will sie bereits in den 70er getroffen haben aber doch steckt viel Wahrheit drin in dieser mitreißenden Politrevue über die deutsche Wiedervereinigung.
Mit Hilfe der Songs von Udo Lindenberg wird nach und nach die Liebesgeschichte erzählt. Dabei sind Alles das bist du für mich oder Ich lieb dich überhaupt nicht mehr. Leider nur angespielt wird der Sonderzug nach Pankow, mit dem Lindenberg sich damals bei Erich Honecker ins Gedächtnis brannte.
Eoin Stück deutsche Geschichte in einer tollen Story verpackt, unbedingt sehenswert!